Zitationsvorteil von Open-Access-Publikationen

Bei der Entscheidung für einen Publikationsweg (kommerzieller Verlag, Open Access-Journal oder Open-Access-Repositorium) spielt die zu erwartende Wahrnehmung und Sichtbarkeit der Publikation in der Fachöffentlichkeit eine entscheidende Rolle. Insbesondere ist die Frage von Bedeutung, welcher Publikationsweg zu häufigeren Zitationen führt. Die Initiative Scholarly Publishing and Academic Resources Coalition (SPARC) hat 70 internationale Studien ausgewertet, von denen 46 einen Zitationsvorteil von Open Access-Artikeln feststellen konnten.

Der Open Access Citation Advantage Service wurde vom Open Citation Project (opCit) entwickelt. opCit war eine Kollaboration zwischen der Southhampton University, der Cornell University und arXiv.org. Ein Ziel des Projektes war es, alle Studien zu sammeln, die den Effekt von Open Access auf die Zitationshäufigkeit untersuchen. Mittlerweile aktualisiert der europäische Zweig der SPARC die Liste. Im Jahr 2010 wurde eine Zusammenfassung aller bis dato gesammelten Studien veröffentlicht – natürlich Open Access. Die aktuelle Tabelle beinhaltet die Namen der Studien, deren Vorgehensweisen und Ergebnisse. Da die Zitationshäufigkeit nicht nur von der Zugänglichkeit der Publikation, sondern (neben Relevanz und Qualität) von der jeweiligen Fachdisziplin und deren Publikations- und Zitationsgewohnheiten abhängt, sind die meisten Studien auf ein bestimmtes Fachgebiet eingegrenzt.

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