Auf dem richtigen Weg: Open-Access-Anteil der TU Berlin bei 50 %

Ein Open-Access-Anteil von mindestens 60 % – diese Zielmarke formuliert die Open-Access-Strategie für Berlin für das Jahr 2020: 60 % der Zeitschriftenartikel aus allen wissenschaftlichen Einrichtungen des Landes sollen dann frei zugänglich sein. Für die Jahre 2017 bis 2019 wurde der Open-Access-Anteil bei Zeitschriftenartikeln von der TU Berlin kürzlich erhoben – ungefähr die Hälfte der Artikel sind Open Access, mit deutlich steigender Tendenz.

Wieso, weshalb, warum? Eine ORCID iD für alle Forschenden der TU

Im letzten Jahr haben wir hier im Blog darüber berichtet, dass die TU Berlin dem ORCID-DE-Konsortium beigetreten ist und alle Forschenden der Universität aufruft, sich bei ORCID zu registrieren. Doch was genau ist ORCID und warum ist es für die Wissenschaft so wichtig?

Fünf Fragen an … Joachim Höper vom Verlag wbv Publikation

Auch in diesem Jahr können Angehörige der TU Berlin unseren Publikationsfonds für Open-Access-Bücher nutzen, um ihre eigenen Publikationen zu finanzieren. In unserer Reihe „Fünf Fragen an…“ kommen VertreterInnen aus dem Verlagsbereich zu Wort, die ein Geschäftsmodell für Open-Access-Bücher anbieten. Joachim Höper, Geschäftsleitung wbv Publikation bei wbv Media, gibt uns einen Einblick in die Praxis und zeigt, dass Verlage bei Open Access nicht nur auf die Einzelfinanzierung von Büchern setzen, sondern an neuen und kooperativen Modellen für Open Access arbeiten.

Open Access an der TU Berlin: Das Jahr 2019

2019 war ein ereignisreiches Jahr für Open Access, an der TU Berlin, national und international: Die Dissertationsstelle meldet mit 529 an der TU Berlin veröffentlichten Dissertationen einen neuen Rekord. Der erste nationale DEAL-Vertrag mit Wiley, der umfangreiche Optionen zum Open-Access-Publizieren beinhaltet, ist gestartet. Die Universitätsbibliothek hat daneben bilateral Verträge abgeschlossen bzw. verstetigt, um das Open-Access-Publizieren für TU-Angehörige administrativ zu unterstützen. Das Open-Access-Team hat intensiv an den Workflows für den Zweitveröffentlichungsservice gearbeitet, um TU-Angehörige zukünftig noch besser unterstützen zu können. Und es gab eine richtungsweisende Veranstaltung zur Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens.

Neu ab 2020: Die Hauptabteilung Publikationsdienste der Universitätsbibliothek der TU Berlin

Mit dem Kulturwandel in der Wissenschaft hin zu Open Science wandeln sich die Aufgaben und das Selbstverständnis wissenschaftlicher Bibliotheken. Über das traditionelle Aufgabenspektrum der Informationsversorgung hinaus wachsen den Bibliotheken mehr und mehr wissenschaftsunterstützende Services zu, insbesondere rund um das Publizieren. Wissenschaftler*innen sind mit neuen und komplexen Anforderungen an das Publizieren konfrontiert. Es gilt, sie nicht nur in ihrer Rolle als Leser*innen, sondern auch in ihrer Rolle als Autor*innen zu unterstützen.

Die Universitätsbibliothek der TU Berlin stellt sich diesem gestiegenen Bedarf und den veränderten Anforderungen: Sie ist kompetente Partnerin bei der Vorbereitung, Veröffentlichung und Finanzierung sowie dem Monitoring von Publikationen. Die Weiterentwicklung und Bündelung der bereits aufgebauten Strukturen zu einer Hauptabteilung Publikationsdienste ist somit eine bewusste Positionierung des Themas Publizieren innerhalb der Bibliothek – und innerhalb der Universität.

TU Berlin beschließt Affiliationsrichtlinie

Das Präsidium der TU Berlin hat 2019 eine Richtlinie für die standardisierte Angabe der Affiliation bei deutsch- und englischsprachigen Publikationen (Affiliationsrichtlinie) verabschiedet. Sie gilt für alle Mitglieder der TU Berlin gemäß § 43 Abs. 1 BerlHG, einschließlich der Promovierenden und Studierenden sowie aller vorübergehend oder gastweise an der TU Berlin tätigen Wissenschaftler*innen.

50 Jahre Universitätsverlag der TU Berlin

Der Universitätsverlag der TU Berlin ist der älteste deutschsprachige Universitätsverlag. Er feiert im Jahr 2019 sein 50-jähriges Bestehen. Angesiedelt an der Universitätsbibliothek der TU Berlin ist der Verlag Teil der vielfältigen Aktivitäten der Universität im Bereich des elektronischen Publizierens und des Open Access. Die Universitätsbibliothek unterstützt mit dem Universitätsverlag die Forschenden nicht nur in ihrer Rolle als Leserinnen und Leser, sondern auch in ihrer Rolle als Autorinnen und Autoren. Der Verlag ist Mitglied der Association of European University Presses (AEUP) und der AG Universitätsverlage.

Fünf Fragen an … Bianca Matzek vom Verlag Peter Lang

Seit März 2018 steht den Wissenschaftler*innen der TU Berlin ein Fonds zur Förderung von Open-Access-Büchern zur Verfügung. Die Förderung von Open-Access-Büchern bedarf anderer Überlegungen als die inzwischen weitgehend etablierte Förderung von Aufsätzen in Open-Access-Zeitschriften. Es gilt, Open Access für Monografien und Sammelbände zu fördern und dabei die Breite der wissenschaftlichen Verlagslandschaft zu erhalten. Um mehr über die Haltung der Verlage zu Open Access zu erfahren, fragen wir Bianca Matzek von der Verlagsgruppe Peter Lang zu ihrer Motivation, Open-Access-Geschäftsmodelle anzubieten.

Einfach eindeutig – TU Berlin tritt dem ORCID DE Konsortium bei

Zum 1. Juni 2019 ist die TU Berlin dem ORCID Deutschland Konsortium beigetreten. Die Universitätsbibliothek der TU Berlin ist beauftragt, die Implementierung von ORCID an der Universität zu koordinieren. Dies hat die TU Berlin auch in der Medieninformation Nr. 125/2019 am 10. Juli 2019 bekannt gegeben.

Kostenfrei Open-Access-Publizieren bei Wiley

Seit mehreren Monaten verhandelt das DEAL-Konsortium mit den Verlagen Wiley, Springer Nature und Elsevier über innovative Verträge, die wissenschaftlichen Einrichtungen sowohl den lesenden Zugriff auf das gesamte Zeitschriftenportfolio der drei Verlage ermöglichen als auch eine umfassende Open-Access-Komponente enthalten. Anfang 2019 wurde der erste DEAL-Vertrag mit dem Verlag Wiley für die Laufzeit 2019–2021 abgeschlossen.

Publizieren an der TU Berlin – mehr Themenvielfalt im Blog

Beim Publizieren stellen sich Autorinnen und Autoren vielfältige Fragen: Welche Zeitschrift kommt in Frage, um die größtmögliche Sichtbarkeit meiner Forschung zu erreichen? Welcher Verlag ist für das nächste Buchprojekt am besten geeignet? Welche Rechte halte ich nach Vertragsabschluss an den eigenen Werken? Wie kann ich meine wissenschaftlichen Leistungen am besten präsentieren und mich in der Fachcommunity vernetzen?

Aus Sicht der Universität als Institution sind auch folgende Fragen relevant: Wie behält man den Überblick über die Publikationsleistungen der eigenen Einrichtung? Was sind geeignete Kriterien für die Forschungsevaluation? Wie können Etats für den Literaturerwerb und Förderung neuer Publikationsmodelle in Zeiten knapper Forschungs- und Bibliotheksetats bedarfsgerecht in den Ausgleich gebracht werden?

Der Open-Access-Blog der TUB Bibliothek informiert ab sofort zu allen Themen rund ums Publizieren und hat daher den neuen Namen „Publizieren an der TU Berlin – Blog der Universitätsbibliothek“.

Kostenfrei Open-Access-Publizieren bei der Royal Society of Chemistry (RSC)

Die TU Berlin hat mit der Royal Society of Chemistry (RSC) für 2019 einen so genannten Read & Publish-Transformationsvertrag abgeschlossen. Er verbindet die Nutzung aller RSC-Zeitschriften mit der Möglichkeit, dass TU-Angehörige ohne zusätzliche Kosten Open Access in diesen sonst kostenpflichtigen Zeitschriften publizieren können. Der Vertrag ergänzt das Angebot, Kosten für Artikel in echten Open-Access-Zeitschriften über den zentralen Publikationsfonds der TU Berlin zu finanzieren.

Fünf Fragen an … Karin Werner vom Verlag transcript

Die Nachfrage nach finanzieller Unterstützung für die Veröffentlichung von Open-Access-Büchern wächst. Autor*innen der TU Berlin haben die Möglichkeit, dafür den Publikationsfonds für Monografien und Sammelbände zu nutzen.
Grundlage für die Finanzierung von Open-Access-Monografien durch Universitäten und Forschungsverbünde ist ein vertrauensvoller, offener, fairer Austausch zwischen den Förderern und den Buchverlagen. Die von den Verlagen für ihre Serviceleistungen in Rechnung gestellten Kosten müssen für die Förderer transparent und plausibel sein.
Mit fünf Fragen an Dr. Karin Werner vom Verlag transcript setzen wir unsere Interviewreihe mit wissenschaftlichen Verlagen fort. Auch Karin Werner setzt auf Transparenz und formuliert: „Das Vertrauen der Förderer müssen wir uns verdienen.“

Fünf Fragen an … Barbara Budrich

Seit März 2018 steht den Wissenschaftler*innen der TU Berlin ein Fonds zur Förderung von Open-Access-Büchern zur Verfügung. Die Förderung von Open-Access-Büchern bedarf anderer Überlegungen als die inzwischen weitgehend etablierte Förderung von Aufsätzen in Open-Access-Zeitschriften. Es gilt, Open Access für Monografien und Sammelbände zu fördern und dabei die Breite der wissenschaftlichen Verlagslandschaft zu erhalten. Um mehr über die Haltung der Verlage zu Open Access zu erfahren, fragen wir Barbara Budrich vom gleichnamigen Verlag zu ihrer Motivation, ein Open-Access-Geschäftsmodell anzubieten.

Bericht vom 1. Berliner Rundgespräch Open-Access-Bücher

Das 1. Berliner Rundgespräch Open-Access-Bücher fand am 10. September 2018 an der UB der TU Berlin statt. Eingeladen waren fünf Verlage, die bereits aktiv im Feld Open-Access-Bücher sind: Barbara Budrich, De Gruyter, Peter Lang, Transcript und WBV Media. Für die Universitätsbibliotheken waren jeweils zwei Gäste aus HU, FU und TU eingeladen. Das inhaltliche Konzept und die Moderation übernahm das Open-Access-Büro Berlin.

Mit freier Software zu freien Inhalten: Retrodigitalisierung an der Universitätsbibliothek

Open Science, Open Data, Open Knowledge: Open Access hat viele Geschwister! Eines davon ist Open Source. Damit wird Software bezeichnet, deren Quellcode frei zugänglich ist und beliebig genutzt, kopiert, verändert und – in seiner ursprünglichen oder einer veränderten Fassung – verbreitet werden darf. 

Open Access an der TU Berlin: Das Jahr 2018

Im Jahr 2018 konnte das Thema Open Access an der TU Berlin erneut deutlich vorangebracht werden. 60 geförderte Open-Access-Aufsätze, 767 zweitveröffentlichte Aufsätze, 319 Online-Dissertationen, 37 Open-Access-Publikationen im Universitätsverlag und unzählige Beratungsgespräche und Schulungen zeugen davon. Es war ein bewegtes Jahr für das Open-Access-Team der Universitätsbibliothek: Kolleg*innen haben uns verlassen oder sind in Elternzeit gegangen, neue Kolleg*innen sind dazu gekommen.

Open-Access-Newsletter 1/2019

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

DEAL und Wiley einigen sich, 38,5 % Open-Access-Anteil für Berlin in 2017, über 50 aus dem Publikationsfonds geförderte Aufsätze, Katja Selmikeit beantwortet unsere Fragen zum Thema Digitalisierung an der UB … Dies und mehr finden Sie in unserem fünften Open-Access-Newsletter.

Sie publizieren, wir finanzieren

Die TU Berlin unterstützt auch in diesem Jahr ihre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Open-Access-Veröffentlichung von Forschungsergebnissen durch die Übernahme der Publikationsgebühren.

2019 stehen im Open-Access-Publikationsfonds für die Finanzierung von Aufsätzen in Open-Access-Zeitschriften erneut rund 100.000 Euro zur Verfügung. Die Mittel werden anteilig von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der TU Berlin bereitgestellt. Sie ermöglichen es Forschenden der TU Berlin, ihre wissenschaftlichen Aufsätze in Open-Access-Zeitschriften zu publizieren und damit weltweit öffentlich zugänglich zu machen.

Auch für Open-Access-Monografien und -Sammelbände stehen Mittel in Höhe von 100.000 Euro zur Verfügung.

Plan S: neue Open-Access-Strategie von europäischen und nationalen Forschungsförderern

Am 4. September 2018 veröffentlichte die cOAlition S das Strategiepapier Plan S, das die zukünftige Entwicklung von Open Access in Europa und auch darüber hinaus bestimmen soll. Die cOAlition S ist ein Zusammenschluss von einzelnen nationalen Fördereinrichtungen und Science Europe und wird unterstützt von der Europäischen Kommission und dem European Research Council (ERC). Ende November 2018 wurden Implementierungsrichtlinien veröffentlicht, in welchen die Hauptpunkte aus dem Plan S-Papier konkretisiert wurden.

Gastbeitrag: Laudatio von Prof. Dr. Ulrich Pöschl zur Verleihung der Karl-Preusker-Medaille 2018

Am 14.11.2018 erhielt die Allianz der Wissenschaftsorganisationen die Karl-Preusker-Medaille 2018.  Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen ist der Zusammenschluss der bedeutends­ten Wissenschafts- und Forschungsorganisationen in Deutsch­land. Sie unterstützt die Bibliotheken seit zehn Jahren mit ihrer Schwerpunktinitiative „Digitale Information“. Die Bundesvereinigung Bibliothek & Information Deutschland würdigt mit der Auszeichnung das herausragende Engage­ment der Allianz zugunsten der Ent­wicklung einer modernen Bibliotheksinfrastruktur.

Die Laudatio auf der Festveranstaltung am 14.11.2018 im Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum der Humboldt-Universität zu Berlin wurde von Prof. Dr. Ulrich Pöschl, Direktor am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz, gehalten.

Open-Access-Newsletter 4/2018

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

33,7 Prozent Open-Access-Zeitschriftenartikel existieren für den Zeitraum 2013 bis 2017 an der TU Berlin, europäische Forschungsförderer veröffentlichen einen radikalen Open-Access-Plan und der Dokumentarfilm „Paywall – The Business of Scholarship“ ist online … Dies und mehr finden Sie in unserem vierten Open-Access-Newsletter.

Warum die Universität das Directory of Open Access Journals unterstützt

Ab sofort unterstützt die TU Berlin das Directory of Open Access Journals (DOAJ) mit einem jährlichen Mitgliedschaftsbeitrag. Das DOAJ bietet Forschenden und Open-Access-Spezialist*innen ein zuverlässiges Nachweissystem für Open-Access-Zeitschriften. Mit der Mitgliedschaft setzt sich die TU Berlin aktiv für den nachhaltigen Betrieb dieser qualitätssichernden Infrastruktur für das Open-Access-Publizieren ein.

60 % Open Access bis 2020 – wo steht die TU Berlin?

Ein Open-Access-Anteil von mindestens 60 % – diese Zielmarke formuliert die „Open-Access-Strategie für Berlin“ für das Jahr 2020: 60 % der Zeitschriftenartikel sollen dann Open Access, das heißt frei zugänglich, verfügbar sein. Doch wo steht eigentlich die TU Berlin?

Grundlage der hier präsentierten Zahlen ist eine Erhebung von Artikeldaten in Fachdatenbanken wie Web of Science, PubMed oder SciFinder. Im Durchschnitt publizieren Angehörige der TU Berlin im Jahr 2.000 Artikel in Fachzeitschriften, Tendenz steigend (2013: 1.838 Artikel, 2017: 2.120 Artikel). Um Auskunft über den Open-Access-Status dieser Artikel zu bekommen, wurden verschiedene Datenquellen genutzt (Stand 16.8.2018).

Für die Jahre 2013 bis 2017 können wir sagen: Mit gut 33,7 % ist mehr als die Hälfte der Wegstrecke geschafft. Und der Open-Access-Anteil bei Artikeln von TU-Angehörigen wächst – langsam, aber kontinuierlich.